Die Lage in 2001
Trotz der allgemein laufenden weltweiten Stahlmarktrezession in 2001 war die Lage in der Tschechischen Republik weniger Ernst.
Die generelle ökonomische Lage in 2001 war aus dem Blick des inländischen Stahlverbrauchs relativ günstig. The GDP stieg um 3.7%. Die zwei wichtigste Verbrauchsbranchen - Bauwirtschaft und Maschinenbau entwickelten sich gut und waren die wahrsten Pfeiler der positiven Stahlverbrauchsentwicklung. Das Wachstum in der Industrie wurde 7.2% und im Bauwesen sogar 10.3 %. Trotzdem es alles so positiv ausschaut, sind die Voraussagen der allgemeinen Wirtschaftslage in der Tschechischen Republik nüchtern. Man muß dabei die aktuelle konjunkturelle Lage in der Welt zur Kenntnis nehmen inkl. der Auswirkungen von Maßnahmen die in USA eingenommen wurden. So rechnet man im 2002 nur mit Wachstum rund 3%. Und das stützt sich an der Tatsache an, daß die Ökonomie in der Tschechischen Republik sich in der Phase des Aufstiegs des Zyklus befindet. Viel trägt der Sektor des Fixen Kapital Bildung bei. Das soll den Stahlverbrauch weiter unterstützen.
Erzeugung
| (Tausend Tonnen) | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 |
| Roheisen | 5274 | 4898 | 5195 | 4982 | 4023 | 4621 | 4671 |
| Rohstahl | 7184 | 6509 | 6750 | 6498 | 5616 | 6216 | 6315 |
| Walzmaterial | 5975 | 5585 | 5777 | 5400 | 4988 | 5345 | 5740 |
| Rohre | 768 | 743 | 722 | 757 | 574 | 652 | 685 |
Quelle: Statistiken des Stahlverbandes
Bemerkung: Die tschechische Stahlindustrie - die Mehrzahl von Werken konnte im 2000 aus verschiedenen Gründen (technische, Mangel an Betriebskapital….) ihre Kapazitäten nicht völlig auszunutzen, und deshalb wurde es nicht notwendig im 2001 die Erzeugung zu reduzieren. Im 4.Q und besonders im Dezember kam es aber auch schon zu Reduzierungen.
Kapitalausgaben
| Millionen Einheiten | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 Schätzung |
| LOKALE WÄHRUNG | 8500 | 11200 | 4368 | 3000 |
| USD | 246.4 | 323 | 111 | 80 |
Als schlimmste für die Stahlindustrie war wieder die Zeitverzögerung der Umstrukturierung. Diese Verspätung kann am besten bis Ende 2002 gelöst sein, was aber mehr als theoretisch scheint zu sein.
Die Erzeugung der Hüttenprodukten im 2001 war um 2.6 % über den Stand des 2000. Lieferungen ins Inland waren um 1.1 höher und Export stieg um 10.9%.
Beschäftigung ist um 10% gefallen und Arbeitsproduktivität ist um 17% angewachsen. Im Halbjahr kam es zu positiven Wende in der Gewinnentwicklung. Es war der Wendepunkt zu schwarzen Zahlen. Als Gesamtheit wurde im 2001 Buchgewinn 3.2 Mrd. CZK gewonnen. Einige Gesellschaften wurden aber in großen finanziellen Schwierigkeiten und einige litten an Mangel von Betriebskapital.
Die im 2001 gemachte finanziellen Analysen zeigten die Dringlichkeit der Realisierung von vorgeschlagenen Schritten der Privatisierung. Der Weg des Eintritts der strategischen Partner in einzelne Gesellschaften kombiniert mit den Organisationsverkupplungen ist Weg der Lösung des Standes. Die Staatsassistenz ist dabei unvermeidliche Bedingung die auch durch die Studie der EuroStrategy Consultants bestätigt wurde.




