Die Lage in Jahren (1995 - 1997)
Das Jahr 1995
Das Jahr 1995 (wenigstens seine erste Hälfte) war ein der verhältnismäßig sehr guten Jahre für Stahlindustrie im breiten weltweiten Maßstab und das beste seit 1989. Selbstverständlich auch die Stahlindustrie in der Tschechischen Republik, die sich in den Außenhandel mit Stahlerzeugnissen vor allem als deren Exporteur bedeutsam eingegliedert hat, konnte aus der Situation Nutzen ziehen.
Im Jahre 1995 erhielt die
Stahlindustrie der Tschechischen Republik zum erstenmal nach 1989
die Gelegenheit, die Stahllieferungen an seine zwei inländischen
Hauptabnehmerzweige - Industrie und Bauwesen - zu erhöhen. Bei der
Wahl zwischen günstigen Exportbedingungen und Inlandlieferungen
neigte sie im Einvernehmen mit ihrer langjährigen Handelsstrategie
zu den Lieferungen ihren inländischen Abnehmern. Sie
verfolgt damit ohne Zweifel eigenen Nutzen von der Unterstützung
der Belebung der ökonomischen Aktivitäten mit bedeutendem
Stahlverbrauch und strategische Voraussetzung, daß der Verbrauch
von Stahlerzeugnissen je Kopf der Bewohner auf 400 bis 450 kg
zielmäßig erhöht würde. Im Jahre 1995 stieg dieser Verbrauch
wiederum über das Niveau vom Jahre 1992 an und so ist es möglich,
das Jahr 1995 für den Wendepunkt in den Chancen für
Inlandstahllieferungen zu halten. Das Jahr 1995 kann man vom
Gesichtspunkt der Stahlindustrie kurz und bündig so
charakterisieren, daß im Jahre 1995 mehr tschechischen
Stahls daheim verarbeitet wurde. Walzgutausfuhr zwischen
den Jahren 1995 und 1994 sank um 23 % und die Lieferungen für den
Binnenmarkt wurden um 31 % erhöht. Die Einfuhr wurde um 45 % erhöht
und ihr Anteil auf dem Innenmarkt stieg auf 30 % an.
In absoluten Ziffern ausgedrückt bedeutete dies, wenn wir die Angaben für das Jahr 1995 und die Angaben im Jahre 1994 für Walzgut untereinander vergleichen, daß Export ging von 3,4 Mio. t auf 2,7 Mio. t zurück, die Lieferungen auf Innenmarkt erhöhten sich von 2,4 Mio. t auf 3,2 Mio. t. Die größte Dynamik der Änderung der Entwicklung erreichte jedoch die Einfuhr mit Prioritätseinfluß der Länder Osteuropas. Dieser stieg von 917 Tsd t auf 1334 Tsd t an.
Die Investitionen im Jahre 1995 stiegen im Vergleich mit dem Jahr 1994 von 4,496 Mrd. CZK auf 4,687 Mrd. CZK (168,3 Mio. USD bzw. 191,1 Mio. USD bei aktuellen Devisenkursen). Deren Höhe in laufenden Preisen erreichte im Jahre 1996 7,179 Mrd. CZK.
Das Jahr 1996
Das Jahr 1996 bedeutete den Wendepunkt in der bisherigen erfolgreichen Entwicklung der ganzen tschechischen Ökonomik. Der Zuwachs des Bruttosozialproduktes erreichte den Wert von 4,4 % (gegenüber 4,8 % im Jahre 1995), die industrielle Produktion stieg im Vergleich mit dem Jahr 1995 um 6,8 % an. Defizit des laufenden Kontos der Handelsbilanz war es nicht mehr möglich, durch Zufluß des Geldkapitals zu finanzieren. Wenn auch die Grobbildung fixen Kapitals am schnellsten anstieg, stieg auch Import (im beträchtlichen Maße der Verbrauchsware) an. Die Entwicklung im Jahre 1996 spiegelt im wesentlichen das Mißverhältnis in der Entwicklung der Arbeitsproduktivität und des Wachstumstempos der durchschnittlichen Verdienste ab. Die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der tschechischen Erzeuger stehen im Hintergrund. Als positiv kann man die Senkung der Inflationsrate im Vergleich mit dem Jahr 1995 auf den Wert von 8,8 % (gegenüber 9,1 % im Jahre 1995) bezeichnen.
Es zeigt sich, daß die Wettbewerbsfähigkeit der tschechischen Erzeuger von einer Reihe der Mängel auf dem Gebiet der Legislative und in weiteren bereits erwähnten Bereichen (Antidumping, Zutritt zu ausländischen Märkten, Steuerinstrumente für Exportunterstützung, Einführung neuer Erzeugnisse, Abschreibung von Reserven, unerbringlichen Forderungen, Inkonsequenz und Intransparenz der Privatisierung, Zusammenbruch des Kapitalmarktes u.ä.) abgeleitet wird.
Gleichfalls die Ergebnisse der Hüttenorganisationen waren u.a. auf die fortschreitende Rezession auf dem Markt mit Hüttenerzeugnissen und infolgedessen auch auf den Rückgang der Hüttenproduktion insgesamt gebunden, die niedriger als vorgesehen war. Die materiellen Produktionen sanken mit Auswirkung auf nachfolgende ökonomische Kategorien (Abnahme der Produktivität bei höherem Wachstum der Löhne, Senkung der Rentabilität bei verhältnismäßig höherem Anteil der fixen Kosten). Spezifische Angelegenheit blieben schwieriger Zutritt zu den Finanzmitteln und niedrige Einlösungsrate bei weiterhin hoher sekundärer Zahlungsunfähigkeit).
In Anknüpfung an Rückgang der materiellen Produktionen sanken im Jahre 1996 die Erlöse in laufenden Preisen gegenüber dem vergleichbaren Zeitabschnitt im Jahre 1995 um mehr als 6,5 %. Senkung in vergleichbaren Preisen mit Rücksichtsnahme auf die Inflationshöhe in der Tschechischen Republik kann man so auf mindestens 14 % schätzen. Dieser Wert korrespondiert jedoch mit dem zwischenjährlichen Anstieg 13,5 % in 95/94. Rückgang von Erlösen spiegelt weiterhin auch die Wirklichkeit niedrigerer erreichter Preise bei Ausfuhr in die EU-Länder insbesondere im 1. Halbjahr ab.
Die Produktion wurde in dem verfolgten Zeitabschnitt in den tschechischen Hütten als das Ganze mit niedrigerer Anzahl der Arbeiter (-5 %) sichergestellt. Der Zuwachs der Durchschnittslöhne (Nominallöhne +13,1 %) wich bedeutend vom Tempo des Arbeitsproduktivitätsanstiegs (-6 %) ab. Der Produktionsrückgang machte sich auch in dem
Anstieg der Lohn- und
Materialansprüchigkeit der Erzeugung bemerkbar. Im Vergleich mit
dem Jahre 1995 sank beträchtlich die Rentabilität der
Produktion.
Gegenüber dem vergleichbaren Zeitabschnitt wuchsen die Verbindlichkeiten der Organisationen an und erhöhte sich deren Kreditverschuldung. Gesamter Schuldenlast (mit Bezug auf Passiva) stieg von 41,8 % im Jahre 1995 auf 44,8 % im Jahre 1996 an und verschlechterte sich auch die Liquidität.
Die Entwicklung im letzten Zeitabschnitt (1996) kann man nicht anders als negativ werten. Teilweise zeigt sich hier der Einfluß des zwischenjährlichen Vergleichs mit verhältnismäßig erfolgreichem Jahr 1995. Die im Jahre 1996 erreichte Höhe der Produktion und des Absatzes der Hüttenproduktion geriet in Mißverhältnis mit anderen Kennziffern (Löhne, Höhe der Vorräte, Verbindlichkeiten einschl. der Relation der Betriebs- und Investitionskredite u.ä.). Das gilt auch unter der Voraussetzung, daß z.B. die Kennziffern der Rentabilitäten auch den Einfluß der Stornoposten zu den uneinbringlichen Forderungen und unbrauchbaren Vorräten abspiegeln. Auch innerhalb der Gruppe der Hüttenbetriebe existieren jedoch Betriebe, die sich von der angeführten allgemeinen Wertung im positiven Sinne des Wortes markant unterscheiden. Einige von den obenkommentierten grundlegenden ökonomischen Kennziffern des Hüttenwesens der Tschechischen Republik zeigt die nachstehende Tabelle und die beigeschlossenen Diagramme:
Ökonomische Kennziffern des Hüttenwesens
der Tschechischen Republik (Mio. CZK)
1993 1994 1995 1996 Warenproduktion in laufenden Preisen 67 623 70 870 91 535 81 791 Erlöse insgesamt in laufenden Preisen 70 682 74 102 91 945 85 853 Erlöse insgesamt in vergleichbaren Preisen 35 008 35 712 40 540 36 084 Mehrwert 20 695 17 893 22 172 20 044 Betriebsergebnis 2 909 3 936 4 432 85 Durchschnittliche Anzahl von Arbeitern 92 618 81 461 78 294 74 393 DurchschnittlicherVerdienst (CZK/Monat) 7 320 8 326 9 962 11 266 Arbeitsproduktivität in Warenproduktion (Tsd CZK/Arbeiter) 730 870 1169 1099 Personalkosten 11 431 11 328 12 709 13 829
Der Weltmarkt im Jahre 1996 und sein Einfluß an die Tschechische Stahlindustrie
Die obenangeführte Verschlechterung der ökonomischen Ergebnisse hatte ihren Grund u.a. auch in der Entwicklung des Weltmarktes. Seit zweiter Hälfte 1995 kam es auf dem Stahlweltmarkt zur wiederholten Schrumpfung, die erst im Jahre 1997 überwunden wird. Die Ursache waren große, durch spekulative Ankäufe angeschaffte Materialvorräte, die die Nachfrage und vor allem die Preise drückten. Man muß jedoch sagen, daß diese Zyklen beim Stahl üblich sind, und es ist deshalb positiv, daß es möglich war, mehrere Lieferungen den heimischen Abnehmern gerade im Zeitabschnitt des Jahres 1995 zu realisieren.
In der ersten Hälfte des Jahres 1996 im Vergleich mit demselben Zeitabschnitt des Jahres 1995 haben sich die Tempos der Entwicklung so geändert, daß die Walzgutausfuhr um 2,5 % sank, der scheinbare heimische Verbrauch sank um 3,7 % beim Einfuhranstieg um 20,7 %. Die Einfuhr beteiligte sich am scheinbaren Verbrauch mit 32,5 %. Die Binnenmarktlieferungen sanken um 13 %. Hier war die offensichtliche Ursache des Rückganges der den weltweit großen Walzgutvorräten bei den Händlern und Verarbeitern entsprechende Zustand, da beide Hauptverbrauchssektoren der Stahlindustrie auch in der ersten Hälfte des Jahres 1996 dynamische Entwicklung aufwiesen. Die Walzgutherstellung sank um 6,5 %. Anteil des stranggegossenen Stahls erreichte 47 %.
Wie aus den Diagrammen mit Tabellen und aus diesem Kommentar zu ersehen ist, wird Entwicklung der Produktion und der Liefermöglichkeiten der Stahlerzeugnisse bereits dauernd von der Situation auf den Auslandsmärkten stark abhängig sein. Die Erhaltung des Anteils an diesen Märkten ist selbstverständlich eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit.
Inländische Nachfrage
Optimismus vom Start der positiven Entwicklung
der Binnennachfrage hat sich zwar im Jahre 1996 als gewissermaßen
vorzeitig gezeigt, es ist jedoch vorläufig kein Grund dazu, den
wiederholten Rückgang für dauernd zu halten.
Ein wichtiger Faktor, der insbesondere in letzten zwei Jahren die Möglichkeiten der Lieferungen nach Inland beeinflußt, ist Anstieg des Anteils der Importe. Dagegen kann man sich in den Bedingungen der liberalisierten Ökonomik unter der Voraussetzung der Einhaltung der WTO-Regeln nicht dauernd wehren, der Weg der wirksamen Standhaltung diesem Trend besteht nicht nur in Qualität und Preisen der tschechischen Stahlerzeugnisse sondern auch in den sich neu durchsetzenden Beziehungen zwischen dem Lieferanten und dem Abnehmer. Anteil der importierten Erzeugnisse an dem heimischen Verbrauch erhöhte sich auf 30 %. Es ist die Frage der Strategie der Stahlwerkbetriebe, Bildung der Serviszentren auf Basis der Verarbeitung und Komplettierung der tschechischen Stahlerzeugnisse zu erfassen.
Charakteristik der Trends in Entwicklung der Produktion, der Ein- und Ausfuhr, der Lieferungen nach Inland, wie auf dem Beispiel von Langerzeugnissen dokumentiert, ist auch für die Flacherzeugnisse zutreffend, trotzdem die Bruchjahre und Steilheit der Entwicklung einigermaßen abweichen.
Die schwerste Situation war in der Entwicklung der Rohrherstellung. Wenn die Walzgutherstellung zwischen den Jahren 1996 und 1989 um ca. 32 % sank, dann war es bei den Rohren um ca. 42 %. Das bedeutet wesentlich niedrigere Ausnutzung der Erzeugungskapazitäten und sich daraus ergebende Effektivität. Ursache dieser Entwicklung waren sowohl beschränkte Ausfuhrmöglichkeiten als auch Rückgang der Binnennachfrage. Die Zahlen in Diagrammen mit Tabellen zeigen das an sich selbst. Die Entwicklung der Produktion ist darin auch dem Sortiment nach erfaßt.
Einfluß der komparativen Vorteile, der allmählich schwächt, ermöglichte, die Produktionskapazität auf 70 % auszunutzen, ohne daß es Übergang zu Verlusten bedeutete. Man kann voraussetzen, daß tschechische Stahlindustrie allmählich auch vor der Grenze der ökonomisch erträglichen Ausnutzung der Kapazitäten auf 85 % stehen wird, wie es z.B. in EU ist.
Die Kapazitäten der Stahlherstellung betragen momentan 8,8 Mio. t bei Herstellung von 6,5 Mio. t.
Trotzdem im Jahre 1996 die Stahlherstellung in der Tschechischen Republik durch Entwicklungstempo der Hauptverbraucherzweige positiv beeinflußt wurde - insbesondere Bauwesen und Industrie, bei denen im letzten Quartal des Jahres 1996 es zur Verzögerung des Anstiegs kam - beeinflußte vom Gesichtspunkt des Ursprungs die Struktur des heimischen Stahlverbrauchs auch weiterhin der Prozeß des Erschließen der Ökonomik der Welt. Bei Stabilisierung der Ausfuhr des Endwalzproduktes stieg weiterhin seine Einfuhr an. Es wird Antidumpingslegislative vorbereitet.
Investitionen
Das Wachstumstempo im Bauwesen und in der Industrie verlangsamt im Jahre 1997, es wird jedoch die Entwicklung der Nachfrage nach Stahl nicht umstoßen. Alles deutet eher darauf hin, daß nach den Jahren 1994 und 1995 es in der Entwicklung der Industrie sowie des Bauwesens vom Jahre 1996 beginnend zur Stabilisierung des Wachstumstempos kommt. Für die Stahlindustrie ist auch das Tempo der Realisierung der Investitionen in der tschechischen Ökonomik weiterhin positiv. Zur Erneuerung des Anstiegs der Investitionsnachfrage kam es bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 1992. Der Aufwärtstrend der Steigerung der Investitionen (Grobbildung des fixen Kapitals) kulminierte im Jahre 1994 (reale Steigerung 17,3 %). Auch weiterhin erhält er sich in der tschechischen Ökonomik hohe Dynamik (15-16 %). Die Investitionsrate ist im internationalen Vergleich überdurchschnittlich (im Jahre 1996 34 % des Bruttosozialproduktes aus laufenden Preisen). In den Jahren der Transformation wurden auf dem Gebiet der Tschechischen Republik fast 1500 Mrd. CZK investiert. Davon 6,2 % bildeten ökologische Investitionen. Wie die untenangeführte Tabelle zeigt, bildeten die Investitionen in die Herstellung nur 44 % diesen Volumens. Anteil der Industrie an den materiellen Investitionen betrug insgesamt im Jahre 1995 38 % und im Vergleich mit dem Jahre 1992 hat er ständig den Abwärtstrend. Die Investitionen in die Stahlindustrie, im Anteil an der Industrie insgesamt gemessen, sanken vom Wert 5,4 % im Jahre 1993 auf den Wert von 3 % im Jahre 1995. Die Investitionsrate in der tschechischen Stahlindustrie ist somit weiterhin ganz ungenügend im Vergleich mit den Bedürfnissen der Strukturveränderung. Was die Quellen der Finanzierung von Investitionen betrifft, beteiligten sich daran im Unternehmungssektor eigene Finanzmittel mit mehr als 68 % (Angaben der Tschechischen Statistischen Behörde vom 1994). 20,5 % bildeten die Kredite der Finanzinstitutionen. Quelle der eigenen Finanzmittel waren Betriebsergebnis nach Besteuerung und Abschreibungen. Anteil der Abschreibungen sinkt jedoch ununterbrochen mit Rücksicht auf die nicht durchgeführte „Valorisierung“. In der Industrie würden die eigenen Finanzmittel in den Jahren 1995 und 1996 die Investitionen im Umfang von 66 bis 75 % decken. Vergleich des Cash-Flows und dessen Anteils an aufgewendeten Investitionen ist unter den Bedingungen des tschechischen Hüttenwesens problematisch für eine Gruppe als ein Ganzes (hohe Verluste und Nichtinvestierung bei den „Krisenorganisationen“). Zum Vergleich kann man jedoch anführen, daß die drei größten Organisationen im Jahre 1996 annähernd 5,291 Mrd. CZK (73 % vom Ganzen) investierten. Bildung deren jährlichen Cash-flows würde den Zuwachs dieser Investitionen nur von 33 % decken (im Jahre 1995 würden die investierten Quellen bei diesen Organisationen hundertprozentig gedeckt). Charakter der Hütteninvestitionen erfordert jedoch Konzentration der Mittel im längeren zeitlichen Horizont. Eine bedeutende Rolle bei relativ niedriger Kapitalausstattung (auch Einfluß der Nichtumwertung der Grundmittel) spielt hier jedoch „ökonomischer Erfolg des Jahres“. Der Voraussetzung des Investitionsanstiegs im Jahre 1996 in Höhe von 1,138 zuwider soll in diesem Jahr in vergleichbaren Preisen der Anstieg 1,126 erreicht werden. Aus der langen Sicht ist jedoch das entscheidend, wie sich die Makroökonomik der Tschechischen Republik wirklich entwickeln wird.
Vom Gesichtspunkt der Stahllieferungen nach Inland wird das wesentliche ähnlicherweise wie im Jahre 1996 weitere Entwicklung der Penetration der Einfuhr sagen. Die Langzeitvision der Belebung der Nachfrage nach Stahl über 400 kg pro Kopf ist immerhin begründet.
Das Jahr 1997
Die tschechische Wirtschaft wuchs im 1997 messen durch GDP genau um 1 %.
Die Entwicklung im Jahre 1998 zeigt an einer Seite erfreuliche Entwicklung in der Industrie, andererseits ist die Lage im Bauwesen schlecht. Hier erwartet man den Rückgang um 2 %. Größtes Wachstum erweist die verarbeitende Industrie (ca. 9.8%). Hier sind das besonders die Herstellung von Verkehrsmitteln, Elektrogeräten und chemische und Arzneimittelindustrie. Weiter sind das Papierindustrie und polygrafische Industrie. Als Hauptursache des Rückgangs in dem Bauwesen ist der andauernde Auftragsmangel für Bauarbeiten und hohe Kreditzinsen. Wachstum ist deutlich bei Branchen mit Auslandskapital und auch Umstrukturierung ist hier weitestgehend
Die Stahlnachfrage wurde bisher nicht durch die makroökonomische Probleme beeinflußt. So konnten die Lieferungen ins Inland um 3 % steigen. An anderen Seite wurden von weitem nicht die Möglichkeiten der Weltmarktnachfrage genutzt, und Export stieg auch nur um 3 % bei Walzmaterial und bei Rohren ist fiel er im Gegenteil ab.
Die Politik der langfristigen Orientierung an Lieferungen ins Inland setzte sich somit fort.




