Handelsbeziehungen
Der Zeitabschnitt der Transformation der Ökonomik der Tschechischen Republik auf die Bedingungen der Marktwirtschaft erhöhte riesig ähnlicherweise wie in allen mittel- und osteuropäischen Ländern die Bedeutung des Exports der Stahlerzeugnisse. Das war zwar erstrangiges Interesse und praktisch der einzige mögliche Weg des Überlebens der Stahlhersteller, es half jedoch auch auf dem Gebiet der Makroökonomik - insbesondere in der Handels- und Devisenbilanz des Staates.
Zum meist bedeutenden ausländischen Absatzgebiet der tschechischen Stahlindustrie ist die EU und darin vor allem die BRD geworden. Der Ausdruck der Durchsetzung der Mechanismen der Marktwirtschaft ist anwachsendes Volumen der Einfuhr der Stahlerzeugnisse. Was die Eisenerzbeschickung betrifft, scheint immerhin die Variante der Einfuhr der Eisenerze aus den Ländern der Gemeinschaft der unabhängigen Staaten anwendbar, deren metallurgische
Nutzbarkeit sich erhöht und sich auch Interesse seitens des Lieferanten an diesen Lieferungen zeigt. Kohle für Erzeugung des metallurgischen Kokses heimischen Ursprungs trotzt der harten Konkurrenz der Kohle aus Polen. Bei elektrischer Energie wird offensichtlich nicht einmal in der Zukunft das Problem des Volumens sein, weitere Preisentwicklung kann jedoch in die Kostenrate der Stahlherstellung bedeutend reden. Zu einem weiteren kritischen Faktor - diesmal Volumen- und Kostenfaktor - kann Schrott werden. Große Volumina des Exports der Stahlerzeugnisse werden die Quellen der Schrottwiederverwendung erst später beeinflussen, der Rückgang des heimischen Verbrauchs beeinflußt bereits heute die Volumina des Vorkommens des Verarbeitungsschrotts. Für die Herstellungsökonomik und Ökologie wird Schrott strategischer Rohstoff Nr. l sein und das wird sowohl direkte Beziehungen bei dessen Ankauf als auch andere zu dessen Sicherstellung in erforderlicher Menge und Qualität führende Wege beeinflussen. Die Stahlindustrie erreichte bisher nicht Kapitalverflechtung mit Schrottsammlung und Schrottaufbereitung und mit Schrotthandel. Dies wird von Hutnictví železa, a.s. teilweise auf einem anderen Wege gelöst, und zwar mittels Kontakte und organisierter gemeinsamer Beratungen der Stahlhersteller und Schrottunternehmersubjekte. Beträchtlicher Rückgang der Stahlherstellung gegenüber dem hohen Niveau dessen inländischen Verbrauchs in der Vergangenheit bildet ein natürliches und verhältnismäßig reiches Reservoir des Amortisationsschrotts bzw. des alten Schrotts.
Die Handelsstrategie in Richtung nach Absatz wurde von allem Anfang an durch die bereits beschriebene große Schrumpfung der Binnennachfrage nach Stahl und durch Zerfall des traditionellen osteuropäischen Marktes diktiert. Trotzdem muß man hier wiederholt betonen, daß derzeitige sowie perspektive Absatzstrategie auf der Belebung der Binnennachfrage gegründet sind. Für die Zukunft wird es nötig sein, die Stärkung des Einflusses der Stahleinfuhr in Betracht zu ziehen und man kann nicht vom Export abgehen. Die Absatzstrategie muß nicht nur die Stahlmarktglobalisierung zur Kenntnis nehmen sondern auch muß sie vor allem die optimale Form der Einschaltung der Stahlindustrie der Tschechischen Republik in die Bedingungen dieses Marktes suchen. Bisher ist es nicht zur beträchtlichen Kapitalverflechtung zwischen den Herstellern und dem Großhandel gekommen. Es fehlt eine Organisation wie Verband der Stahlhändler, was Monitoring eines bedeutungsvollen Absatzsegments in der Richtung nach der breiten Skala der Abnehmer aus Großlagern sowie kleinen Verkaufsorganisationen und offensichtlich auch Bildung der Serviszentren erschwert. Die größte Handelsorganisation mit Stahlerzeugnissen, Ferona, a.s., ist Mitglied der Gesellschaft Hutnictví železa, a.s. Die Kooperation der Stahlhersteller mit den Stahldistributoren ist fortwährend infolge des Einflusses der Prioritäten in Privatisierung gleich am Anfang. Dies erschwert, Marketing in breiterer Auffassung durchzuführen, da Informationen über die Bewegung der Materialvorräte sowohl im Großhandel als auch bei den Stahlverarbeitern fehlen.
Die Beziehungen der Tschechischen Republik zur Europäischen Union gehören zu den Prioritätsbeziehungen und man muß diese neben den Beziehungen zu der Slowakischen Republik und weiteren Nachbarstaaten Ungarn und Polen für das bedeutendste Phänomenon halten, das auch Entwicklung oder Stagnation des Hüttenwesens und die Volumina der Ausfuhr sowie Einfuhr der Hüttenerzeugnisse beeinflußt. Die Staaten der Europäischen Union sind neben der Slowakei nach dem Zerfall des Marktes der ehemaligen Sowjetunion und neben einigen weiteren, von der geplanten Leitung der Wirtschaft auf Marktwirtschaft übergehenden Ländern der wichtigste Geschäftspartner der Tschechischen Republik und diese Tatsache wurde nach Erweiterung der Union um weitere 3 Länder hervorgehoben, von denen insbesondere angrenzendes Österreich der bedeutende Geschäftspartner der Tschechischen Republik ist.




