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Image Änderungen der Stahlindustrie

 

  • Die Konkurrenz erhält einen besonderen Anflug der Bestrebung nach Selbstregulierbarkeit. Die Befürchtungen vor den Zyklen führen z.B. die westeuropäischen Hersteller zum Bestreben, die Produktion vorübergehend lieber freiwillig zu beschränken als Preisverfall zuzulassen. Das Motto ist hier die Erfahrung, daß die Nachfrage fähig ist, viel schneller als Preise zu erholen.
  • Von Lieferungen nach den bestehenden Normen geht man mehr und mehr auf beträchtlich engere Formen der Verknüpfung des Lieferers mit dem Abnehmer über, es ist nötig öfters und mehr aufgrund der individuellen Anforderungen des Abnehmers zu liefern.

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  • Damit hängt auch Grundwendung in der Marketingpolitik zusammen, da der langfristige Kunde mit den Anforderungen an Lieferungen nicht erst dann kommen sollte, wenn er sein Verarbeitungsprogramm vorbereitet hat. Synergie ist die Situation des Kenntnissen der Anforderungen bereits in der Zeit der Vorbereitungen dieser Programme. Deswegen ist es nötig, die technologischen Bedürfnisse des Kunden mehr und mehr kennenzulernen. Marketing als bloße Methode der Analyse der Marktbedürfnisse gerät in die Position eines analytischen Veterans, da es sich mehr oder weniger meistens um passive Methode der Suche nach Absatzmöglichkeiten handelt. Der Übergang vom einfacheren Aussuchen der Absatzmöglichkeiten zu deren direkter Schaffung unter der wirksamen Stimulierung seitens der Stahlwerke ist in der Welt an der Tagesordnung.
  • Früher wanderte Stahl zum Auslandskunden, jetzt wandern in seine Nähe die Investitionen in Stahl und diese gewährleisten Lieferungen an Ort und Stelle und nützen örtliche ökonomische Vorteile aus. Ein dieser Wege ist Schaffung von Allianzen, d.i. internationalen Unternehmen, die an den Stellen der potentiellen Absatzgebiete entstehen, die verhältnismäßig günstige örtliche Bedingungen für Erzeugung, d.i. komparative Vorteile ausnützen, und diese mit der Spitzentechnik und -technologie und Steuerung der entwickelten Mutterländer vereinigen.
  • Analogischerweise investieren heute die renomierten Erzeuger in der Nähe der bedeutenden Auslandsabnehmer in Gemeinschaftsunternehmen, die Charakter der Serviszentren haben. Diese Zentren sind oft mit Spitzentechnologie für Adjustage ausgestattet und darüber hinaus ermöglichen Entwicklung örtlicher Stahlerzeuger, deren spezielle Finalisierung sie effektiv sicherstellen.
  • Hochentwickelte Industrieländer verlassen die Erzeugung der meist üblichen Stahlsorten und konzentrieren sich auf höher aufwertbares Sortiment sowohl vom Standpunkt der Form als auch vom Standpunkt der Stahlmarken und Veredelungsprozesse.
  • Nicht einmal können die mit der Erzeugungskonzentration verbundenen Spezialisierungstendenzen der Aufmerksamkeit entgehen - das ist Domäne z.B. der AK Stähle, Weißware, sondern auch in Rohren. Nennen wir in diesem Zusammenhang z.B. Krupp und Hoesch oder Krupp Thyssen Nirosta und als meist aktuell die wechselseitige Vereinbarung über Durchschaltung zwischen Krupp Hoesch und Thyssen. Auf dem Gebiet der Drahtherstellung ist Übergang zur gezogenen Ware mehr markant. 
  • Großer Teil der Stahlerzeuger diversifiziert markant.
  • Aus den Wettbewerbsgründen, insbesondere in Europa, gehen die Erzeuger der Langerzeugnisse auf den sog. kurzen Weg der Erzeugungstechnologien über, d.i. auf Ministahlwerkanordnung des Erzeugungsflusses.
  • Nicht unbeachtet bleibt die Erfahrung, daß man die Rationalisierung und Privatisierung an den Stellen der Schrumpfung der Produktion mit Verkauf der technologischen Einrichtungen zweckmäßig verbinden kann. Es zeigt sich momentan, daß die liquidierte Erzeugungsanlage mehr disponibel als deren Erzeugnisse verkauft wird. Die hungernden Kunden sind China und Indien, die Vermittlung dieser Verkäufe ist ein ergiebiges Geschäft.
  • Trotzdem es stets danach gerufen wird, daß der Außenhandel mit Stahl völlig liberalisiert wird, mehr als 50 Länder der Welt entwickeln die Schutzhandelslegislative.
  • In der Stahlindustrie setzen die Tendenzen fort, große Gesellschaften zu bilden, deren erfolgreicher Gegenpol kleinere, oft regional orientierte Unternehmen sind.

Globalisierung des Stahlhandels, Internationalisierung der Stahlindustrie, unausgeglichene Verteilung der regionalen Stahlherstellung und -nachfrage bringen große Probleme in Form von Überschüssen der Herstellungskapazitäten mit sich, die in einigen Regionen in Zehner von Millionen Tonnen der Stahlproduktion ausgedrückt werden. Weltweit sind diese auf 100 Mio. t Stahl am Ende dieses Jahrhunderts geschätzt.

Der Wettbewerb wird allgemein mehr und mehr erbarmungslos sein und in diesem zu bestehen ist schon lange her nicht nur die Frage, dem Konkurrenten in Parametern seiner Produktion und Erzeugnisse gleich zu werden. Anspruchsvolle Marktlage ruft praktisch in allen Regionen mit Stahlproduktion ganz neues Herantreten an Beeinflussung der Stahlanwendung hervor. Nehmen wir nur ein Beispiel von unserem Nachbarn - der BRD. 50 % der dort erzeugten Stahlmarken ist nicht älter als fünf Jahre.

Den Maß der bereits vergangenen Realisierung des Fortschritts in der Etappe des industriellen Charakters der Stahlherstellung zeigen wir uns gemeinverständlich auf dem Beispiel des Baus des Eiffelturms, der von hundert Jahren aus 7000 Tonnen Stahl gebaut wurde. Bei den heutigen Stahlqualitäten würden heute für diesen Bau 2000 Tonnen genügen und wenn wir es mit etwa dreißigfacher Erhöhung der Arbeitsproduktivität kombinieren, zu welcher es während dieser hundert Jahre kam, dann würde Paris zur Stabilisierung der Beschäftigungslage heute 100 solcher Türme zu bauen benötigen.

Heutiges Bestreben, die Attraktivität des Stahls weiter zu erhöhen, zeigen wir am gemeinsamen Projekt der Entwicklung der Karosserie des PKWs, daran jetzt bereits 35 Stahlwerkgesellschaften aus 5 Kontinenten und 16 Ländern (unter denen auch Východoslovenské železárny, a.s.) zusammenarbeiten, um das Gewicht der Karosserie um 20 bis 25 % zu erniedrigen. Die bereits erreichten Ergebnisse bestätigen die Realität dieses Ziels.