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Über Assoziation

Auf dem Wege vom Hüttenhandwerk zur industriellen Stahlherstellung können wir sehen, daß samt der Entwicklung der Stahlherstellung und -anwendung, mit welcher wie mit der Nabelschnur auch die Entwicklung der Zivilisation im positiven sowie negativen Sinne verknüpft ist, sich auch die Trabanten dieses eines der bedeutendsten und ältesten Objekte der Richtung der menschlichen Aktivität parallel entwickeln. Die bedeutendsten sind nationale sowie überstaatliche Stahlverbände und -institutionen. Während die Stahlherstellung und ihr Grundprodukt eine hastige Entwicklung in Technologien, Qualität, Effektivität, Ökologie sowie in der Organisation als eindeutiges Ergebnis der Notwendigkeit im Wettbewerb zu bestehen durchmachten und weiterhin durchmachen, ist andererseits der Stahlmarkt in konkreten Bedingungen der gemeinsame Hauptnenner der Anknüpfung der Kontakte im Bestreben, die Folgen anders harter Zusammenstöße zu mildern. Eine Plattform des Anknüpfens und der Erhaltung nützlicher Kontakte unter den Stahlherstellern sind die nationalen und überstaatlichen Organisationen und Verbände. Praktisch in allen Ländern mit entwickelter Stahlindustrie sind nationale Stahlverbände tätig, die nicht erwerbstätig sind und sich auf zwei Grundsorten des Services orientieren:

  • die Tätigkeiten, die die Fragen der Stellung der Stahlherstellung und des Stahlmarktes lösen, d.i. die Tätigkeiten, die die harte Realität des Überlebens abspiegeln;
  • die Tätigkeiten des Kooperationstyps z.B. in der Wissenschaft, Forschung, Entwicklung der Technologien, Qualität und weiteren Attributen, die die gleichen oder modifizierten Wege vorzeichen, die Stahl zur Wettbwerbsfähigkeit mit anderen Materialien führen und Bedingung für Bestehen im Marktwettbewerb für einzelne Hersteller sind. Wenn wir über Service für die Stahlindustrie sprechen wollen, dann müssen wir darin einerseits diejenigen gemeinsamen Bedürfnisse und Interessen, die diese Industrie als Ganzes z.B. gegenüber den Konkurrenzmaterialien hat, andererseits ihre Interessen und Bedürfnisse als eines individuellen Subjektes oder deren Gruppen sehen. Trotz individueller Interessen, trotz regionaler Interessen einschließlich solcher, die z.B. die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl repräsentiert, wird die Zweckmäßigkeit gemeinsamer Plattformen sowohl oberhalb der rein individuellen Ebene als auch oberhalb der Gruppenebene gezeigt und in der Praxis bestätigt.

 

Trotzdem Markt und sein Grundattribut - Konkurrenz - auch die Stahlwerke in die Position der Konkurrenten stellt, haben diese andererseits viele gemeinsame Interessen und können diese lösen und auch wirklich lösen, ohne daß es nötig wäre, an Kartellabkommen in der von nationalen sowie überstaatlichen Legislativen definierten Auffassung heranzutreten. Während die ökonomische Kraft der Stahlgesellschaften neben der beständigen Erhöhung des technischen Niveaus die fortschreitende Konzentration der Stahlindustrie in Form von Fusionen und Schaffung eines Komplexes der Tochtergesellschaften, Joint Ventures, Servicezentren bis zu sog. strategischen Allianzen potenziert, vereinigt die Stahlgesellschaften die Notwendigkeit, der Konkurrenz anderer Materialien wie Aluminium, Plaststoffe, Holz zu trotzen. Langfristige Wirkung und für Rückfluß der eingelegten Mittel notwendige Nutzungsdauer der Kapazitäten führen zum Bedürfnis, die Makroökonomik aller Regionen des Erdkugels und deren Entwicklung zu verfolgen, an die Möglichkeiten, Notwendigkeit und Forderungen der Verbraucher durch ununterbrochene Forschung und Entwicklung zu reagieren. Gemeinsame Finanzierung und Realisierung verschiedener Forschungs- und Entwicklungsprojekte einschließlich der Aktionen des Penetrationsmarketings führen in erster Reihe zur Bildung, Aufrechterhaltung und Erweiterung der Fähigkeit des Stahls, anderen Materialien zu konkurrieren. Das befreit jedoch die einzelnen Stahlwerke nicht von der Last, sich gegenübereinander durchzusetzen. Man kann nicht einmal auch das Bedürfnis der Durchsetzung gemeinsamer Forderungen zu übergehen, die aus dem Charakter der Stahlherstellung sowohl gegenüber der nationalen als auch der überstaatlichen bzw. internationalen Umgebung hervorgehen, sei es auf bilateraler oder multilateraler Ebene.

 

Ein spezieller, ganz eingebürgerter und deswegen nirgends kommentierter Zug der Tätigkeit ist Verehrung der Unverletzlichkeit der ausschließlichen Interessen der Mitglieder und Durchführung derjenigen Tätigkeiten, die

  • die Mitglieder interessensmäßig vereinigen,
  • Gespanntheit der Beziehungen abstumpfen, die aus deren Stellung als Konkurrenten hervorgehen.